Unser zweiter Tag auf Fraser Island begann dann leider so, wie der erste aufgehoert hatte: Mit Regen. Fuer die Insel ist es ein Segen: Seit Mai diesen Jahres hatte es insgesamt nur 2 Tage geregnet, fuer uns war es natuerlich weniger schoen. Wobei Regen nicht heisst, dass es kalt ist. Statt warm und schwitzig, ist es dann nur warm und nass. Unsere Tour fuehrte uns an diesem Tag am 123 km langen Strand der Ostkueste entlang, wo wir zunaechst das Wrack der Maheno besichtigen. Das 1904 in Schottland erbaute Schiff fungierte lange Jahre als Luxusliner bzw. im ersten Weltkrieg als Lazarettschiff, bevor es durch ein Unwetter 1935 an die Kueste Frasers gespuelt wurde. Seitdem liegt es hier und laesst sich von Touristen fotografieren.
Spaeter habe ich, trotz Nieselwetter, im warmen Wasser der sogenannten Champagne Pools, Felsformationen an der Kueste, die, wenn die Wellen einbrechen, zu einem gigantischen Whirlpool werden, ein Bad genommen. Dann gings auf den Indian Head, einen Felsvorsprung, von dem man eine fantastische Aussicht auf die Insel und das Meer hat, bevor wir schliesslich durch den Eli Creek, einen klaren Suesswasserzufluss zum Meer, gewatet sind.
Einen Dingo, von denen es auf Fraser schaetzungsweise 200 gibt, haben wir leider nicht gesehen. Dieses hu8ndeaehnliche Tier kam vor 5.000 Jahren nach Australien. Indonesische Fischer hatten sie als Frischfleisch auf ihren Booten mitgefuehrt. Einmal an der Nordkueste Australiens angekommen, ist es einigen der Frischfleichvorraeten (sprich den Dingos) jedoch gelungen den hungrigen Fischern zu entfliehen. Nach und nach bevoelkerte der Dingo dann ganz Australien und rottete auf dem Festland u.a. den tasmanischen Tiger und den tasmanischen Teufel aus, weshalb diese heute nur noch auf Tasmanien zu finden sind (daher auch ihr Name).
Wie ihr lesen koennt, haben wir auf Fraser Island jede Menge gelernt. Daneben haben wir aber auch wunderschoene und z.T. einmalige Landschaften bewundern koennen. Insgesamt ein Trip, der sich in jederlei Hinsicht gelohnt hat. Morgen gehts weiter nach Airlie Beach und von dort zu den Whitsundays, kleinen Inseln im Pazifik. Die naechsten Abenteuer lassen also nicht mehr lange auf sich warten. :-)
Bis dahin, wie immer, liebe Gruesse!
