Dienstag, 26. Januar 2010

Kangaroo Island

Meine Zeit in Adelaide habe ich für einen Zweitagesausflug nach Kangaroo Island unterbrochen. Von Freunden, die Australien bereits bereist hatten, habe ich nur Gutes über die Insel gehört und: Sie haben nicht gelogen! Die eher abenteuerliche Fährüberfahrt war der Anfang einer guten Zeit auf einer einmalig schönen Insel. Und weil mir seit den letzten beiden langen Einträgen irgendwie die Worte ausgegangen sind, lasse ich hier Bilder sprechen. Kangaroo Island hat einfach alles:

- wunderschöne Küstenabschnitte und Leuchttürme

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- beeindruckende Felsformationen

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- viele und vielfältige Tiere (die Zahnbürste wurde jedoch vom Festland eingeführt ;-)

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- und einen Hauch Abenteuer: Voilà unsere Straße und unsere Betten :-)

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Und dann hatte ich in Gavin (hier mit Echidna im Bild) den besten Tourguide ever und wahnsinnig tolle Mitreisende noch dazu.

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Die Australier sagen: “Time flies when you are having fun!” – Die Zeit fliegt, wenn du Spaß hast – und so vergingen meine zwei Tage auf Kangaroo Island viel zu schnell. Hier hätte ich noch länger bleiben können…

Montag, 25. Januar 2010

In Adelaide und um Adelaide und um Adelaide herum

Wenige Stunden Schlaf später wurde ich dann am Flughafen in Adelaide von Jennies Eltern, meinen Gastgebern und Reiseführern für die nächsten Tage, in Empfang genommen. Nan und Bill sind beide über 80, strotzen aber nur so vor Tatendrang. Das bekam ich gleich zu spüren, denn vom Flughafen ging es gleich mit dem Auto durch Adelaide (mit kurzem Stopp beim Central Market, wo man allerlei Leckeres kaufen kann) und weiter zum Mount Lofty, von dem man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt hat. Nach einem Lunchstop in Stirling ging es dann weiter nach Hahndorf, einem Dorf, das, wie der Name schon vermuten lässt, von deutschen Einwanderern gegründet wurde und angeblich noch immer “typisch deutsch” ist. Ich hatte daran jedoch meine - wie sich herausstellte - berechtigten Zweifel: Außer deutschen Flaggen, dem Angebot von Bratwurst und Sauerkraut und dem ein oder anderen Fachwerkhaus konnte ich nichts entdecken, was mich an Deutschland erinnert hätte.  Aber ich bin ja schließlich auch in Australien.

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Nach einem kurzen Stopp bei einer Beerenfarm, wo wir Quittengelee und Feigenmarmelade erstanden haben, sind wir dann endlich nach Hause gefahren. Ich war auch hundemüde… musste mir dann aber noch eine Dokumentation über Kangaroo Island ansehen, die Jennies Papa einige Tage vorher extra für mich aufgenommen hat. Sooo lieb!

Am nächsten Tag habe ich Adelaide dann auf eigene Faust erkundet und besonders die North Terrace, auf der sich verschiedene Museen und Galerien (alle kostenfrei), sowie die State Library tummeln, hat es mir angetan. Hier könnte ich ganze Tage verbringen. Und seht euch nur den Murdoch Flügel der Bibliothek an – Claudi, dein Herz schlägt auch höher, nicht wahr? :-)

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Während meines einwöchigen Aufenthaltes in Adelaide war ich noch öfters alleine in der Stadt unterwegs: Ich habe mir Port Adelaide angesehen, war im botanischen Garten spazieren und habe schließlich auch noch Glenelg, dem wirklich schönen Stadtstrand, einen Besuch abgestattet. Adelaide hat wirklich einiges zu bieten, was in Reiseführern oftmals unterschlagen wird. Schade eigentlich!

Aber um Adelaide herum ist es auch sehr schön! Das haben mir Jennies Eltern auf den weiteren zwei Ausflügen, die sie mit mir unternommen haben, eindrücklich bewiesen. Zunächst gings ins berühmte Barossa Valley, wo der gleichnamige Wein produziert wird. Als Mädchen von der Mosel konnten mich die vielen Weingüter nicht wirklich beeindrucken, aber die Landschaft, in die sie eingebettet waren, waren atemberaubend: Riesige Weiten, das Gras von der Sonne verbrannt und zwischendurch endlose Felder mit Weinstöcken.

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Auch in dieser Gegend haben die deutschen Einwanderer ihre Spuren hinterlassen: Viele Weingüter tragen deutsche Namen und im Telefonbuch gibt es neben vielen Falkenbergs auch einen Falkenhagen – wir haben extra nachgeschaut. :-) Vor allem aber auf den Friedhöfen der Region wird deutlich, dass viele der Einwanderer aus Deutschland kamen. Ein deutschsprachiger Grabstein reiht sich dort an den nächsten. Ich fand das unheimlich faszinierend und während ich mit Jennies Papa diverse Friedhöfe abgeklappert habe, hat Jennies Mama im Auto ein Nickerchen gehalten. :-)

Unser nächster Ausflug führte uns dann ins Clarendon Valley (?): Hier gab es noch mehr Weiten und Weingüter, aber weniger Touristen und mehr Ursprünglichkeit. Umso besser!

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In und um Adelaide hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, das “echte” Australien kennenzulernen. Das mag zum einen daran gelegen haben, dass ich mit “Einheimischen” unterwegs war. Zum anderen war ich in Southern Australia auch in einer Region die weitaus weniger touristisch geprägt ist wie die Ostküste. Das hat das Reisen für mich dort nur noch schöner gemacht! Trotzdem kam ich während meiner Zeit in Adelaide auch nicht um einen eher touristischen Ort herum: Kangaroo Island.

Sonntag, 24. Januar 2010

Cape Tribulation und Port Douglas

Lange Zeit habt ihr hier von mir nichts mehr gehört und eine Freundin schrieb schon eine e-mail mit dem Betreff “Von Krokodilen gefressen?”. Aber ich kann euch beruhigen, wie so oft waren auch bei mir keine Neuigkeiten gute Neuigkeiten. Soll heißen: Ich habe so viele schöne Orte gesehen und neue Menschen getroffen, dass mir die Zeit zum bloggen gefehlt hat. Mittlerweile bin ich wieder “zu Hause”, das heißt bei meiner Gastmama Jennie in Melbourne,  angekommen und will nun endlich berichten, was in den letzten Wochen so passiert ist. Und das war eine ganze Menge: Nachdem Judy mich in Cairns verlassen hat, habe ich noch einen weiteren Tag in der Stadt verbracht. Um Endeffekt war Cairns genau so, wie es mir viele Leute prophezeit hatten: Recht überschaubaur und, trotz einem großen Schwimmbad direkt am Meer, ziemlich langweilig. Allerdings habe ich hier zum ersten Mal vermehrt Aboriginees gesehen und weiß jetzt, woher die schlechte Meinung, die viele Australier von ihnen haben, stammt. Viele der Ureinwohner, die ich gesehen habe, waren obdachlos und somit schlecht gekleidet, dreckig und meistens auch sehr betrunken. Das ist umso trauriger, wenn man bedenkt, wie gut es den Aboriginees vor der Invasion der Europäer einmal ging und wie sehr sie es verstanden haben, im Einklang mit der Natur zu leben. Auf meiner Tour in den Daintree Regenwald, dem wohl ältesten noch bestehenden Wald seiner Art, ist mir dies noch einmal bewusst geworden: Kaum eine Pflanze wurde von den Ureinwohnern nicht zur Herstellung von Lebensmitteln, Medizin oder überlebenswichtigen Gegenständen genutzt. Absolut faszinierend!

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Neben dem Daintree Regenwald gibt es auch noch einen Daintree River. Auf diesem haben wir eine Bootsfahrt unternommen und haben nach einem der 700 Krokodile, die im Fluss leben, Ausschau gehalten. Zwei kleine haben wir tatsächlich auch gesehen, aber die waren nichts im Vergleich zu ihren bis zu 6 Metern langen Spielkameraden, die sonst hier so rumschwimmen. Ich bin ganz froh, dass wir von denen keins zu Gesicht bekommen haben, mir war auch so schon etwas flau in der Magengegend. Zumal überall Warnschilder stehen: Vorsicht Krokodil, nicht an den Wasserrand gehen! So auch am Cape Tribulation, an dem ich zusammen mit Jess, einer Kanadierin, entlang spaziert bin (siehe oben). Es war trotzdem traumhaft schön!

Am nächsten Tag stand dann Aktion auf dem Programm: Dschungel-Surfing lautete die Devise! Dabei entdeckt man den Regenwald von oben, indem man sich, je nach Streckenabschnitt, in einer Höhe von 14 – 25 Metern, wie Tarzan von Baum zu Baum schwingt. Theoretisch jedenfalls. ;-) Praktisch trugen wir Kletterausrüstung (inklusive äußerst attraktivem Kopfschmuck) und glitten, eingehängt an Stahlseilen, von Baum zu Baum.

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Es war ein Riesenspaß und lehrreich noch dazu, weil unsere Führer interessante Dinge zu berichten wussten. So tragen beispielsweise die grünen Ameisen in ihrem Hinterteil so viel Vitamin C spazieren, wie ein Mensch am Tag braucht. Deshalb schmecken sie auch ein bisschen wie Zitrone. Nein, ich habe keine Ameise gegessen! Ich habe nur an ihrem Hinterteil geleckt. :-)

Den Rückweg nach Cairns, von wo aus einige Tage später mein Flieger nach Adelaide starten sollte, habe ich in Port Douglas unterbrochen. Hier, in diesem kleinen, aber feinen Ferienort, bin ich gleich 3 Tage lang geblieben. Ich bin über den Handwerkermarkt geschlendert, habe mir hier einen Ring und da ein Fußkettchen gekauft, habe fangfrische Garnelen gegessen (und so meine Fischphobie überwunden) und meinen Füßen nach 4 Wochen harter Arbeit schließlich auch noch eine Spa-Behandlung gegönnt. Erholung muss ja auch mal sein. ;-)

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Das absolute Highlight meines Aufenthaltes in Port Douglas war jedoch mein Ausflug zu den Low Isles, zwei kleinen, flachen Inseln, die irgendwo auf dem Seeweg zwischen Port Douglas und dem Great Barrier Reef liegen. Die See war an diesem Tag ausgesprochen rau und die Überfahrt so abenteuerlich, dass ich bereits von oben bis unten nass war als wir an den Low Isles ankamen. Denn jedoch klarte der Himmel auf und das Schnorcheln (dank der Quallen wieder in albernem Schutzanzug, ihr dürft ruhig lachen…) entschädigte mich für alles.

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Die Unterwasserwelt fasziniert mich immer wieder aufs Neue: schillernde Fische, riesige Muscheln, Korallen und endlich auch: Meeresschildkröten. Riesige Tiere, die elegant durchs Wasser gleiten, vollkommen unbeeindruckt von den Besuchern in alberner Montur. Ein einmaliges Erlebnis, das meinen Tag perfekt gemacht hat!

Wieder zurück in Cairns habe ich eine Judy-Gedenk-Nacht eingelegt: Auch ich musste nun um 6 Uhr morgens einen Flieger bekommen und um der Gefahr des Verschlafens zu entgehen, habe ich einfach durchgemacht. Zunächst ging es wieder ins Kino, wo ich mir “It’s complicated” mit Meryl Streep und Alec Baldwin angesehen habe. Ganz nett, man hat aber nichts verpasst, wenn man den Film nicht gesehen hat. Dann gings ins Hostel: e-mails schreiben und Klatschzeitschriften lesen. Um 3 Uhr kam der Shuttle-Bus zum Flughafen, um 4 konnte ich einchecken und um 5 habe ich gefrühstückt. Den Start um 6 habe ich verpennt, allerdings im Flugzeug. ;-)

Sonntag, 10. Januar 2010

Goodbye Judy!

Wie ihr ja wisst, haben Judy und ich die Ostkueste zusammen bereist. Nach 3 schoenen aufregenden Wochen war es aber an der Zeit "Auf Wiedersehen!" zu sagen. Und so hat Judy von Cairns nur ein Restaurant, in dem wir Kaengaruh, Krokodil, Barramundi und Emu gekostet haben, und das Kino, in dem "Did you hear about the Morgans?", ein Frauenfilm, den ich meinen Kino-Maedels nur ans Herz legen kann, gespielt wurde, gesehen. Vollbepackt mit tollen Sachen, die das Leben schoener machen, hat sie sich dann mitten in der Nacht zum Flughafen und auf den langen Weg nach Hause begeben. Mittlerweile ist sie wieder zu Hause angekommen, aber in Erinnerung an unsere anstrengende Reise mit Rucksack moechte ich gerne noch ein Lied nachreichen, das Judy und ich gedichtet haben:

Der Rucksack ist voll
(nach der Melodie von "Die Gedanken sind frei")

Der Rucksack ist voll,
was soll es bedeuten?
Wir sind unterwegs,
seit ewigen Zeiten.
Die T-shirts sind dreckig,
die Hosen sind fleckig,
es bleibet dabei:
Alles muss rein!

Der Rucksack ist voll,
wo soll das noch enden?
Der Reissverschluss klemmt,
an Ecken und Enden.
"Kannst du mal hier druecken,
dann kann ichs hier verruecken."
Es bleibet dabei>
Alles muss rein!

Der Rucksack ist voll,
und nicht mehr zu toppen.
Das macht uns nicht aus,
wir gehen noch shoppen:
Roecke und Huete
und noch tausend Tueten.
Es bleibet dabei:
Alles muss rein!

Der Rucksack ist voll,
und kaum noch zu tragen.
Es ist eine Qual,
wir muessen uns plagen.
Wir wanken und schwanken,
wie dicke Gestalten.
Es bleibet dabei:
Alles muss rein!

Und damit ihr wisst, wie man vollbepackt so aussieht:



Tschuess Judy, es war schoen mit dir!!!

Donnerstag, 7. Januar 2010

Magnetic Island

Im Reisefuehrer steht ueber Magnetic Island: "Captain Cook segelte vorbei, nicht den gleichen Fehler machen!" Haben wir nicht: Nach einer kurzen und dank nicht funktionierenden Klimanlage heissen Nacht in Townsville sind wir am naechsten Morgen mit der Faehre nach Magnetic Island uebergesetzt. Die Insel hat ihren Namen im Uebrigen von Captain Cook erhalten, dessen Kompass, als er an ihr vorbeisegelte, verrueckt spielte. Deshalb ging der gute James davon aus, dass die Insel magnetisch sei und nannte sie deshalb Magnetic Island ("magnetische Insel"). Tatsaechlich besitzt die Insel jedoch keine aussergewoehnlichen physikalischen Kraefte, ist aber seit dem spaeten 19. Jahrhundert ein Publikumsmagnet. Seitdem verbringen jaehrlich viele Sonnenhungrige(die Insel verzeichnet 320 Sonnentage im Jahr) erholsame Tage auf Magnetic Island. Dies wissend haben wir bei unserer Ankunft den uebrigen Touristenrummel erwarten, aber weit gefehlt. Die Insel ist erstaunlich normal geblieben, sie kommt einem insgesamt eher wie in grosses Dorf vor, in dem, von ein paar Cafes und Souvenirshops abgesehen, alles seine gewohnt gemuetlichen Wege geht. Und nicht nur das, Magnetic Island hat neben einer entspannten Atmosphaere auch traumhafte kleine Buchten, glasklares Wasser und (was fuer Austrliane ja selten ist) auch Geschichtliches zu bieten. Wir haben uns also nachdem wir ins Hostel eingecheckt hatten, gleich auf Entdeckungstour begeben.
Unsere erste kurze Wanderung fuehrte uns zur Picnic Bay ans Suedende der Insel.


Neben Palmen und dem obligatorischen Sandstrand gab es hier gleich mehrere Highlights: Erstens, ein Netz, dass das Schwimmen in der Bucht sicher machte (es ist Quallensaison und die Bisse koennen zum Teil toedlich sein), zweitens, einen fantastischen Ausblick auf Townsville, drittens, ein nettes Hotelrestaurant an der Promenade mit dem besten Steak-Burger der Welt ;-) und viertens, das bisherige Highlight meiner Australienreise: Wasserschildkroeten. Vom Pier aus, den ich in meiner Aufzaehlung unterschlagen habe, konnte man zumindest eine von ihnen sehr gut beobachten. Die Schildkroete konnte sich auch schwer verstecken, bei einer Koerperlange von etwas ueber einem Meter (das hat zumindest mein fachmaennisches Auge geschaetzt :-). Alle 3-4 Minuten tauchte sie auf, zunaechst nur als heller Fleck im Wasser zu erkennen, dann immer deutlicher, bis sie schliesslich ihren Kopf aus dem Wasser streckte, einmal tief schnaubte, Luft holte und wieder abtauchte. Es war atemberaubend!!!

Den Morgen unseres zweiten Tages haben wir in Nelly Bay in einem Cafe verbracht, bevor wir uns zu Fuss zur naechsten Bay, der Geoffrey Bay, aufgemacht haben. Fuer unsere Muehen in sengender Sonne wurden wir wieder einmal mit wunderschoenen Ausblicken belohnt. Aber seht selbst:




Zu schade, dass man ohne Netz beziehungsweise stichsicheren Anzug in diesem tuerkisblauen Wasser nicht baden kann! Im naechsten Ort (Arcadia) agenkommen, haben wir uns dann in den Bus gesetzt und sind in den Norden der Insel zur Horseshoe Bay gefahren. Auch hier gibt es ein Netz das sicheres Schwimmen erlaubt und so haben wir uns in die nicht vorhandenen Wellen gestuerzt und den Tag faul am Strand verbracht. Muss ja auch mal sein... :-)
Tag Nummer 3 begann dann fuer uns in aller Fruehe. Judy und ich hatten einen Pferdeausritt geplant, aber als ich mein Pferd sah, war klar: Ich machs nicht! Irgendwie habe ich aus meinen Kindheitstagen, in denen ich total verrueckt nach Pferden war, aber eben auch einmal von einem gefallen bin, ein Trauma konserviert: Allein bei dem Gedanken daran auf diesem Pferd sitzen zu muessen bekam ich Panik. Also ist nur Judy geritten, waehrend ich mal wieder zur Horseshoe Bay gelaufen bin und dort schwarze Kakadus (eine echte Seltenheit) bei ihrer Suche nach essbaren Nuessen beobachtet habe.



Nach Judys Ausritt haben wir uns wieder getroffen und nach einer kurzen Pause den Forts Walk in Angriff genommen. Dieser fuehrte durch Eukalyptuswaelder (inklusive Koalas, leider haben wir nur einen gesehen) hinauf zum "Gipfel" der Insel, auf dem 1942/ 43 Schiessanlagen und Befestigungen errichtet wurden. Dies war wichtig, weil die Japaner Australien bedrohten und u.a. bereits einige Angriffe auf Townsville, wo ein wichtiger Marinestuetzpunkt sowohl fuer die Australier als auch fuer die Allierten war, geflogen worden waren. Die auf Magnetic Island errichteten Anlagen sollten kuenftige Attacken abwehren bzw. fruehzeitig melden koennen. Nach einem anstrengenden Anstieg zu den Befestigungen wurden wir mit einem umwerfenden Blick auf die Insel belohnt. Gleichzeitig wurde einem schmerzlich bewusst, dass der Krieg auch vor natuerlicher Schoenheit und der Ruhe und dem Frieden einer Insel wie Magnetic Island nicht Halt macht. Traurig...

Nach einem wunderschoenen Aufenthalt in Magnetic Island sind wir gestern schliesslich nach Cairns aufgebrochen, der Endpunkt von Judys Reise. Ich werde mich in der kommenden Woche noch weiter in den Norden schlagen und von meinen Abenteuern mit den dortigen Krokodilen berichten. :-)

Bis bald,

Samstag, 2. Januar 2010

Segeln in den Whitsundays

Ahoi aus Airlie Beach! Hier haben Judy und ich in den letzten Tagen nicht nur Silvester gefeiert, sondern vor allem die Gewaesser unsicher gemacht. Gleich zweimal sind wir in See gestochen und zwar mit der Ragamuffin, einem Segelboot, dass 1978 erbaut wurde und in ihren jungen Jahren das beruehmte Segelrennen von Sydney nach Hobart gleich dreimal gewonnen hat. Angesichts dieses beeindruckenden Rekords und natuerlich des leichten Seegangs, haben sich Judy und ich an Bord um Haltung bemueht.

Ist uns doch ganz gut gelungen, oder? :-)
Unser erster Toern fuehrte uns noch im altem Jahr zum beruehmten Whitehaven Beach auf der groessten Insel der Whitsundays, naemlich der gleichnamigen Whitsunday Island. Leider sorgte das truebe Wetter und die Masse der Boote und Touristen am Strand dafuer, dass dieser nicht so spektakulaer anzusehen war, wie auf den kaeuflich zu erwerbenden Postkarten. Trotzdem hat es uns hier ganz gut gefallen.




Nachdem wir abends, wie ihr bereits wisst, das neue Jahr mit einem Feuerwerk am Strand begruesst haben, wollten wir den ersten Tag 2010 am Strand verbringen. Dies fiel jedoch dank des andauernden Nieselregens mal wieder ins Wasser. Der australische Wetterdienst verzeichnet den nassesten Dezember seit Jahren und wir aergern uns ein bisschen, denn ueberall wo wir ankommen regnet es erst einmal. :-(
Heute war uns Petrus jedoch mal gnaedig (wurde ja auch mal Zeit, als Trierer haben wir ja eine besondere Verbindung zu ihm...) und unser zweiter Toern fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Obwohl es auf dem Boot nun fast schon zu heiss war, war der Ausblick auf die Whitsundays ungleich schoener: Das Wasser war blauer und die bewaldeten Huegel gruener. Die Aussicht von Bord war wirklich traumhaft!



Weniger traumhaft sahen Judy und ich aus, nachdem wir uns, wie die uebrigen Gaeste an Bord, in sogenannte Stinger Suits gequetscht haben. Diese sahen wie Ganzkoerperschlafanzuege (also umwerfend sexy) aus, mussten aber getragen werden, damit einem die gefaehrlichen Quallen im Wasser nichts anhaben koennen. Bilder von unserem feschen Outfit existieren natuerlich, wir bitten jedoch um Verstaendnis, dass diese der Oeffentlichkeit nicht preisgegeben werden koennen. :-) Mit Schnorchel, Taucherbrille und Flossen bewaffnet ging es schliesslich ins klare Wasser der Blue Pearl Bay vor der Hayman Island zum schnorcheln. Wahnsinn, was man unter Wasser und ohne Brille alles sehen kann: Korallen in rot, gruen und blau, grosse und kleine Fische, manche gestreift andere schillernd. Und dabei waren das erst die Auslaeufer des Great Barrier Reefs. Ich bin gespannt, was mich weiter noerdlich noch erwarten wird. Ein zweiter Schnorchelausflug ist fuer mich nach dem heutigen Erlebnis ein definitives Muss.
Gleich fahren wir weiter nach Townsville, von dort setzen wir nach Magnetic Island ueber. Ich melde mich bald wieder. Bis dahin,


Freitag, 1. Januar 2010

Happy New Year

Ich bin hier in Airlie Beach, North Queensland, 9 Stunden frueher als ihr ins neue Jahr 2010 gestartet und ich muss sagen: Silvester am Strand unter Palmen und im Sommerkleidchen inklusive Feuerwerk ist schon sehr zu empfehlen. :-)



Meinen fleissigen Bloglesern und Kommentatoren wuensche ich ein gutes neues Jahr! Ich hoffe, dass all eure Wuensche in Erfuellung gehen und natuerlich, dass ihr mir treu bleibt! :-)